Wetter in Südchina – Wetterumschwung

by admin on 5. Dezember 2012



Als ich im Juli nach China kam war ich zunächst etwas überrascht. Ich kam von Singapur, wo ich zuvor gut ein Jahr gelebt hatte. Das konstant warme und leicht humide Klima Singapurs war mir bekannt. Nach einem Flug über mehrere Stunden Richtung Norden hätte ich zunächst eine leichte Abkühlung erwartet. Dem war jedoch nicht so! Statt leicht kühler wurde es deutlich heißer (knapp 40°C) und dazu war die Luftfeuchtigkeit noch deutlich höher! Selbst abends bei totaler Dunkelheit war es häufig noch zu heiß, um angenehm draußen spazieren zu gehen.

Während die Hitze und Luftfeuchtigkeit im Juli und August also über das Maß hinausging, was die meisten Menschen als angenehm empfinden würden, wurde es im September und Oktober recht angenehm. Es gab nach wie vor ein paar heiße Tage, allerdings mischte sich auch ab und zu etwas kühlere Luft dazwischen. Trotzdem musste man nicht unbedingt einen Pullover tragen. Nachts beim Schlafen reichte auch eine leichte 2-mm-dünne Stoffdecke aus, keine Steppdecke war vonnöten.

Die Situation änderte sich jedoch schlagartig gegen Ende November! Es schien, als käme der Winter über Nacht. Auf einmal war das schöne Wetter dahin. Die Kälte hatte begonnen, das Wetter zu dominieren. Während man sich noch wenige Tage zuvor nachmittags sonnen konnte, war jetzt nicht nur ein Pullover angesagt, sondern sogar eine Jacke darüber notwendig. Als ob die Kälte noch nicht genug wäre, begann es jetzt auch kräftig zu regnen. Wir haben heute den 5. Dezember und es verging bisher kein Tag im Dezember ohne Regen. Große Pfützen bilden sich überall und kaum jemand verlässt das Haus ohne Regenschirm.

Den Chinesen scheint dieser Umschwung jedoch nicht viel auszumachen. Zumindest zeigen sie es nicht unbedingt nach außen. Man sieht die gleichen lächelnden Gesichter wie im strahlenden Sonnenschein. Sie beginnen darüber hinaus etwas eher mit dem Tragen von Winterkleidung. Während ich noch mit Pullover unterwegs war, konnte ich bereits dicke Winterjacken an jeder Ecke sehen. Dazu kamen Textnachrichten und persönliche Hinweise, mit der Warnung, es sei jetzt kälter und man solle sich warm anziehen ;-).

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