Ankunft in der VR China

by admin on 13. Juli 2012

Nach langer Zeit des Wartens und der Bürokratie war es endlich so weit: ich betrat chinesischen Boden! Mein Flug ging zunächst nach Macao, von dort aus nahm ich den Bus zur Grenze zwischen Macao und der VR China. Die Einreiseprozedur nahm ihre Zeit, schließlich konnte ich jedoch passieren und traf auf zwei Chinesen, eine Dame und ein Herr, die von der Uni kamen, um mich zu empfangen. Sie hatten bereits seit etwa zwei Stunden gewartet, manchmal scheint die Einreiseprozedur anscheinend etwas schneller zu gehen. Nichtsdestotrotz waren wir alle froh, dass wir uns endlich getroffen hatten, und machten uns gemeinsam im PKW des Herren auf den Weg.

Auf der Fahrt zur Uni wurde ich gefragt, ob ich Interesse an einem gemeinsamen Abendessen hätte. Dem war auch so… das lange Warten hatte mich tatsächlich hungrig gemacht. Wir fuhren zu einem Restaurant, wo wir einen kleinen Raum für uns bekamen. Zahlreiche Gänge wurden serviert, darunter handgroße Krabben. Am Ende sah ich erstaunt, wie der männliche Chinese mit mehreren Hundertern bezahlte. Der Gesamtpreis betrug demzufolge in etwa umgerechnet 50 Euro, eine Summe, von der ein Student in China einen Monat lang leben kann! Es kam nicht wirklich eine anregende Konversation zustande. Die beiden erzählten nicht viel von sich, und wenn ich anfing, etwas zu sagen, wurde ich häufig unterbrochen. Sie sprachen jedoch miteinander recht viel auf Chinesisch.

Zum Essen gab es Tee, wie meist üblich in China. Am Anfang war er noch heiß genug, wurde aber während der Mahlzeit schnell lauwarm. Später gab es jedoch glücklicherweise wieder heißen Tee. Direkt nachdem ich eine Tasse eingeschenkt bekam und mich auf den heißen Genuss freute, stand der männliche Chinese jedoch auf und meinte, dass wir jetzt gehen. Nun ja, da musste ich wohl folgen.

Weiterhin deutete ich an, dass ich gerne meine Familie davon in Kenntnis setzen würde, dass ich heil angekommen sei. Ich hatte eingangs erwähnt, dass mein Mobiltelefon nicht funktionierte, also eine chinesische SIM-Karte vonnöten sei. Ich wurde schlicht darauf verwiesen, dass dies am nächsten Tag möglich sei.

In meiner Unterkunft angekommen, wurde mir – wie auf dem gesamten Weg – mit meinem Gepäck geholfen. Meine Tasche war sehr schwer, ich war also sehr froh über diese Hilfe. In meiner Wohnung angekommen, versuchte ich, zumindest über Internet meine Familie zu erreichen. Es gab ein WLAN, also hatte ich die Hoffnung, zumindest eine Email schreiben zu können. Bei kurzer Nachfrage bezüglich der Prozedur, ob beispielsweise ein Passwort notwendig sei, verabschiedete sich der Chinese jedoch und ging. Es sollte leider noch eine Weile dauern, bis ich mit meinen Eltern sprechen konnte.

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